Ausstellung
Blick auf Ehrenhof und Planetarium, 1929
Öl auf Leinwand, 181 x 177 cm
© Stadtmuseum Düsseldorf / Stefan Arendt
100 Jahre GeSoLei -
Forschen, Entdecken, Verstehen
23. September 2026 - 3. Januar 2027
Eröffnung: 21. September 2026 / 11 Uhr
Stadtmusem Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Gefördert vom LVR-Dezernat Kultur.
Das Jahr 1926 markiert vermeintlich nicht nur in der Düsseldorfer Stadtgeschichte einen Wendepunkt. Der Abzug der alliierten Besatzungstruppen war für Düsseldorf ein großer Schritt hin zu mehr Souveränität. Die Stadt pulsierte, wichtige infrastrukturelle Maßnahmen wurden umgesetzt und im Mai 1926 eröffnete die GeSoLei – die größte Ausstellung der Weimarer Republik.
Die „Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen“ war ein bedeutendes Ereignis der Reformbewegungen der 1920er Jahre und prägte nachhaltig die kulturelle und architektonische Entwicklung Düsseldorfs. Das eigens für die Ausstellung errichtete Ehrenhof-Ensemble prägt mit seinen ikonischen Bauten bis heute das Stadtbild. Mit 7,5 Mio. Besucher:innen aus dem In- und Ausland war die GeSoLei zudem ein wirtschaftlicher und touristischer Impulsgeber.
100 Jahre später präsentiert das Stadtmuseum in Kooperation mit einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf neue Forschungsergebnisse aus einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt. Grundlage bilden umfangreiche Bestände des Stadtmuseums, des Stadtarchivs Düsseldorf sowie des Deutschen Hygiene-Museums Dresden.
Im Mittelpunkt stehen zentrale gesellschaftliche Themen der Weimarer Republik, die unter der Leitidee von „Gesundheit und Hygiene“ verhandelt wurden. Themenbereiche wie „Wirtschaftliche Fürsorge“, „Kolonialhygiene“, „Die Frau“, „Hygiene der Juden“ oder „Rassenhygiene (Eugenik)“ sowie die integrierte „Große Düsseldorfer Kunstausstellung“ und der umfangreiche Vergnügungspark spiegeln gesellschaftliche Debatten und Spannungsfelder der Zeit wider.
Als Ort der Forschung, Kommunikation und Reflexion lädt die Ausstellung dazu ein, historische Perspektiven mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen in Beziehung zu setzen und die Rolle von Ausstellungen als Akteure öffentlicher Diskurse kritisch zu betrachten.
Projektleitung:
Dr. Sarah Czirr und Prof. Dr. Jürgen Wiener
Wissenschaftliche Mitarbeit:
Luisa Rittershaus, M. A.
Die Ausstellung wird gefördert durch den